Dunkelziffer

MaryK
Primus-Newcomer
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Freitag 6. März 2020, 10:00  

In den Medien taucht ja immer mal eine Meldung auf, dass bei bekannten Politikern in der Abschlussarbeit gemogelt wurde und aus sicherer Quelle weiß ich, dass das Ghostwriting bei Uniarbeiten insgesamt sehr verbreitet ist. Es wird also betrogen was das Zeug hält. Am Ende sitzen dann Leute in der Chefetage, die gar nicht dort sein dürften. Die Dunkelziffer an Täuschung ist sicherlich erschreckend.

Auf der anderen Seite wissen die Studis oft nicht mehr weiter, weil der Unialltag so vollgestopft wird und der Semesterplan keine Fehler mehr zulässt...
Ein Elend...

Wie ist eure Meinung zu dem Thema?

ladaci
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Freitag 6. März 2020, 10:13  

MaryK hat geschrieben:
Freitag 6. März 2020, 10:00
Wie ist eure Meinung zu dem Thema?
Hart.
Wenn der Unialltag so schwer ist, alles so schwer unter einen Hut zu bekommen ist und zum eigentlichen Zweck eines Studiums (nämlich das Lernen) keine Zeit zu sein scheint: Tja, willkommen im Leben.

Was ist denn das für eine Aussage? "Ich hatte es so schwer, da habe ich halt jemanden engagiert, der mir den Abschluss ermogelt"
Auch andere Menschen haben es nicht leicht, aber dann ist der leichte Weg, das mitleidhaschende "Ich wusste keinen anderen Rat" Schwachsinn.
Wo ist denn der Biss geblieben? Das Ehrgefühl? Der unbedingte Wille, etwas zu erreichen?

In deinem Beispiel sind es "nur" Politiker, die brauchen nicht zwangsläufig eine fundierte Ausbildung (ich kenne einen gelernten KfZ-Mechaniker, der gerade über Österreichs Milliardenflüsse entscheidet und vom egozentrischen Zahntechniker mit Vorliebe für Alkohol auf Ibiza reden wir gar nicht erst) aber stellen wir uns doch mal vor, es wären Polizisten, Piloten, Chirurgen... , die ohne ausreichende Kenntnis einer Arbeit nachgehen, weil sie ihren Abschluss erkauft haben.

Wer´s nicht gelernt hat, soll es nicht machen (dürfen).
Bild

SachsenMuddi

Freitag 6. März 2020, 10:34  

Da habe ich mal ne Frage zu. Wenn studieren doch so stressig ist. Man am Ende durch den Stress total überfordert ist. Warum studieren dann so viele? Warum machen so viele nicht einfach nur ne Lehrausbildung, verdienen noch Geld dabei.
Ja diese Frage stelle ich mir schon länger. Auch aus privaten Gründen.

ersteexpertin
Primus-Newcomer
Beiträge: 21

Montag 9. März 2020, 14:19  

Ich sehe das ein bisschen gespalten muss ich sagen. Immerhin sind Hausarbeiten kein Markenzeichen für gute Führungsqualitäten, sondern nur theoreitsche Schriften. In manchen Berufen bringen solche akademischen Leistungen ziemlich wenig, das Studium ist immer das, was man draus macht und die zusätzlichen Qualifikationen, die man freiwillig erbringt..

Aber ja, ihr habt natürlich recht. Wenn man etwas nicht kann oder nicht schafft dann sollte man es lassen. Oder es zumindest versuchen und sich dann die verdient schlechte Note abholen, immerhin selbst gemacht.
Bei Hausarbeiten hört es ja gar nicht auf, es gibt ja auch Ghostwriter die die Masterarbeit schreiben: https://www.ghost-and-write.de/ghostwri ... terarbeit/

Aber habe schonmal von jemandem gehört, der im Master exmatrikuliert wurde weil er im Bachelor eine Hausarbeit via Ghostwriting Agentur verfasst und abgegeben hat..
Also, ich wäre vorsichtig :'D

LeaKollins
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Mittwoch 6. Mai 2020, 11:37  

Meiner Meinung nach ist das nicht so schlecht aber hauptsächlich Korrektur oder Lektorat, also nicht Ghostwriting.

rofenheim
Primus-Newcomer
Beiträge: 2

Mittwoch 2. Dezember 2020, 19:58  

Gerne möchte ich auch was dazu sagen, da ich auch Erfahrung mit Ghostwritern gemacht habe. Solche Ghostwriter-Agenturen sind echt gut, da man Hilfe in der Not bekommen kann. Ich musste eine Seminararbeit schreiben lassen und hatte wegen meiner Arbeit nicht so viel Zeit dafür. Daher habe ich online nach einer guten Ghostwriter-Agentur gesucht.

Online habe ich verschiedene Agenturen gefunden, aber die beste Hilfe habe ich am Ende von der Seite Ghostwriterpreise gefunden, wo sie auch echt gute Preise für ihre Dienste anbieten. 
Zuletzt geändert von ladaci am Mittwoch 2. Dezember 2020, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Link entfernt

ahrimannheim
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Mittwoch 2. Dezember 2020, 21:04  

Studieren heute und ...gestern scheint und ist tatsächlich wie Himmel und Erde, zumindest,wenn man sowohl in der ehemaligen DDR wie auch in der Nachwende-Zeit ein Stdium absolviert hat. Zu DDR- Zeiten gab es keinen finanziellen Druck. Man erhielt sogar Stipendium und war nicht auf Nebenjobs angewiesen, um im Studentenwohnheim zu wohnen und zu leben. Wir hatten also alle Zeit der Welt für unser Studium und haben somit unsere Haus-/Semester-/Master-/Diplomarbeiten sowie Dissertationen allein verfasst. Unzureichende Quellenangaben aber wurden schon damals hart geandet. Studieren in der Nachwende-Zeit war dann schon problematischer. Als BbS-Studenten (Berufsbegleitendes Studium) waren wir selbst nicht betroffen, aber die damaligen Direktstudenten bekamen bereits den wirtschaftlichen Druck zu spüren und mussten sich mit Nebenjobs über Wasser halten. Gut bedient war, wer vermögende Eltern hatte und sich ganz dem Studium widmen konnte. Aus dieser Zeit ist mir haften geblieben (war auch ein Semester-Lernfach), dass sehr oft falsches Zeitmanagement ein Studienabschluss gefährden konnte und die Vorarbeiten an den geforderten Arbeiten bis ultimo heraus gezögert wurden ...und am Ende die Zeit gegen den Studenten spielte. Davon waren auch Studenten aus unserer Seminargruppe (auch ich) betroffen...Vollzeitjob, Familie und das Studium waren eine Herausforderung. Wir bekamen damals eingebleut: wenn ihr den gleichen Abschluss wie die Direktstudenten wollt, müsst ihr das Gleiche leisten ...auch bei den Abschlussarbeiten. Wir waren ein "Versuchs-Seminar-Jahrgang".... 2 Tage zu je 10 Stunden Studium, die Wochenarbeitszeit von 40 h auf die 3 bzw. 4 restlichen Wochentage verteilt + Familie... seltsamerweise waren es die Männer aus unserem Seminarjahrgang, die entweder aufgaben oder das Studium versemmelten.... einige Direktstudenten fragten, wie solch ein Pensum zu schaffen sei....Mein Fazit: Wo ein Wille, da auch ein Weg! Man muss nur wissen, wo man hin will und was einem auf dem Weg dahin abverlangt wird. Dazu gehört auch das eigene Verfassen der notwendigen Arbeiten je Semester und zum Studienabschluss. Keiner von uns kam je auf den Gedanken, andere unsere Arbeiten schreiben zu lassen.

MarioDoerr
Primus-Newcomer
Beiträge: 6

Mittwoch 17. Februar 2021, 16:40  

MaryK hat geschrieben:
Freitag 6. März 2020, 10:00
In den Medien taucht ja immer mal eine Meldung auf, dass bei bekannten Politikern in der Abschlussarbeit gemogelt wurde und aus sicherer Quelle weiß ich, dass das Ghostwriting bei Uniarbeiten insgesamt sehr verbreitet ist. Es wird also betrogen was das Zeug hält. Am Ende sitzen dann Leute in der Chefetage, die gar nicht dort sein dürften. Die Dunkelziffer an Täuschung ist sicherlich erschreckend.

Auf der anderen Seite wissen die Studis oft nicht mehr weiter, weil der Unialltag so vollgestopft wird und der Semesterplan keine Fehler mehr zulässt...
Ein Elend...

Wie ist eure Meinung zu dem Thema?
Ich bin mir nicht sicher, ob Ihnen meine Meinung gefallen wird oder nicht, aber ich denke, dass Ghostwriting für die Universitäten wirklich schlecht ist. Hochschulbildung ist nicht obligatorisch, so dass es wirklich keinen zusätzlichen Bedarf gibt, wenn die Menschen damit nicht fertig werden können. Wenn sie auch jobs in wilhelmshaven finden möchten, müssen sie nachweisen, dass sie sich für den Job qualifizieren können. Und es ist wirklich sehr einfach zu überprüfen, ob ein Schüler etwas weiß oder den Ghostwriter die ganze Zeit benutzt hat.

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