Aug
03

Was man von Indianern lernen kann


Es ist schon eine Weile her, da sah ich sie. Die Oklala Lakotas. Echte Indianer aus South Dakota. Hier in Radebeul bei den Karl-May Festspielen. Die den Zuschauern irgendwie ihre Kultur nahe bringen wollten. Die erklärt haben, wie einfach das Leben sein kann. Auch dann noch wenn man richtig bettel arm ist. Nur überlebt, wenn man mit Lebensmittelprogrammen auch aus Deutschland und der Schweiz überleben kann.
Manchmal ist es nur eine Frage der Sichtweise. Auf eben dieses Leben. Was ist denn wirklich wichtig im Leben? Was brauchen wir um zu überleben?
Die Indianer sehen das so:
Wir brauchen Licht. Das kriegen wir von der Sonne. Und wir brauchen Halt. Den gibt uns die Erde. Ja wir müssen uns auch ernähren. Wohl dem, der das so kann, wie wir es können.
Was ein Indianer aber scheinbar gar nicht braucht ist, immer im Mittelpunkt zu stehen. Bei den Indianern zählt das "WIR". Einer für alle, alle für einen. Zusammenhalt eben.
Und auch das erklären die Indianer auf ihre ganz eigene Art und Weise. Und das geht so:
Wenn man auf einem Berg steht. Und sich dort seinen eigenen Horizont sucht und gefunden hat, ist das schon mal ein Anfang. Nun müßte man sich nur noch ein Mal um die eigene Achse drehen. Dann bildet sich ein Kreis. Einfach nur ein Kreis, in dem man was selber ist? Der MITTELPUNKT!
Ich hab erst Tage später verstanden, dass ich dafür ja nicht mal auf einen Berg klettern muss. Das das eigentlich überall geht. Weil ich meinen Kreis und damit auch meinen Mittelpunkt ja immer bei mir habe.
Ich muss also nicht irgendwelche Aktionen starten, damit mein Umfeld mich beachtet, ich aus diversen Gründen, für was auch immer gefeiert werde. Ich muß mich auch nicht mit irgendwelchen Dingen auf spielen um Beachtung zu erhaschen. Ich muss mich auch nicht "stark" fühlen, nur weil mein gesamtes Umfeld mich bauchmietzelt. Nee ich brauch einfach keinen Mittelpunkt in der großen Menschen Menge, wo ich doch meinen eigenen hab.
Ich gebe zu, so wie die Indianer die Welt sehen, dass hat mich lange beschäftigt. Weil es so einfach sein kann, die Welt auch mal mit anderen Augen zu sehen.

Irgendwie ist jeder seines eigenen Glückes Schmied. Oft gibts Situationen, wo man eben auch mal einfach nur durch muss. Dann ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn man weiß, dass einem die Sonne Licht gibt, die Erde Halt und das man seinen eigenen Mittelpunkt ja selber mit sich trägt. Das ist nicht immer immer einfach. Aber man kann selber genug dafür tun, dass das so bleibt. Man muss es nur tun. geschrieben am 03.08.2019 von Paulinchen

Schlagwörter

indianer, welt, leben, mittelpunkt

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Kommentare von anderen Usern

Avatar Paulinchen schrieb am 04.08.2019 folgenden Kommentar:
Danke für die Kommentare. Mas Krux ist aber, das jeder, wirklich jeder Mensch seinen Mittelpunkt aus Sicht der Indianer hat. Ich seh das inzwischen auch so.
Der Mensch als solches muss den nur erkennen. Wenn ich nen Mittelpunkt eines anderen Menschen brauche, dann, denke ich jedenfalls, läuft bei mir selber was quer. Kann man was tun. Muss man aber nicht. Übrigens haben die Oklala Lakotas da nen Tanz zu. Reifentanz nennen die den. Der eigentlich nur eins rüber bringen will. Was man aus seinem eigenen Mittelpunkt alles sehen und tun kann. Ist total spannend.
Guck mal hier. Hab leider kein Video gefunden auf die Schnelle.
http://paulas-world.de/bilder/reifentanz.JPG

Avatar Masmiie schrieb am 03.08.2019 folgenden Kommentar:
stimmt. Aber viele Menschen sehen sich nur im Mittelpunkt, wenn alle andern keinen eigenen Mittelpunkt haben, sondern sich im Kreis des einen Menschen befinden.

Avatar ahrimannheim schrieb am 03.08.2019 folgenden Kommentar:
Das ist mal wirklich ein Beitrag mit Tiefgang!

Avatar raserl schrieb am 03.08.2019 folgenden Kommentar:
sehr gut und auch deine Erkenntnisse haben es auf sich

Avatar 19matt57 schrieb am 03.08.2019 folgenden Kommentar:
Spitzen Beitrag. Davon bräuchte es viel mehr. Danke dafür.