Apr
02

Warum der Karfreitag für die Christen so wichtig ist


Fast jeder mag Feiertage. So auch den Karfreitag. Aber viele fragen sich, warum man an Karfreitag nicht öffentlich tanzen darf, keine kulturellen Veranstaltungen stattfinden dürfen und er ein so genannter "Stiller Feiertag" ist. Ich möchte versuchen, es aus dem Christlichen Glauben heraus zu erklären.

Als Adam und Eva mit all den Tieren und Pflanzen im Paradies lebten, gab es keinen Tod, keinen Schmerz, kein Leid. Wenn es Abend wurde, kam Gott zu ihnen und sie wanderten zusammen durch die Natur und unterhielten sich viele Stunden.

Dann aßen Adam und Eva von der verbotenen Frucht. Sie bekamen Erkenntnis und sie schämten sich, weil sie nackt waren. Und sie versteckten sich aus Scham vor Gott. Da machte Gott ihnen Kleider aus Fellen und sie wurden aus dem Paradies vertrieben. Die Sünde war geboren und mit ihr der Tod. Denn der Lohn der Sünde ist immer der Tod. Für den Sündenfall mussten Tiere ihr Leben lassen, um Kleidung für Adam und Eva zu geben. Die Menschen konnten seither nicht mehr zu Gott kommen und brachten ihm Opfer in Form von Tieren dar, um seinen Zorn zu besänftigen.

Das ist nur eine grobe Zusammenfassung. Selbstverständlich liebte Gott seine Kinder immer noch und auch im alten Testament sind viele Beispiele, wo Gott helfend eingriff. Aber auch strafend, denn Gott ist gerecht und hasst die Sünde. Es sollte nur erklären, warum das folgende geschehen ist und warum es nötig war.

Nun liebte Gott aber die Welt und die Menschen so sehr, dass er seinen einzigen Sohn auf die Erde schickte, damit er sich für die Sünden der Welt opfert und die Menschen wieder mit Gott vereint sind.

Jesus kam als Mensch auf die Welt. Er lebte als Mensch ein gerechtes und sündenfreies Leben. Und er starb an Karfreitag als Mensch für unsere Sünden am Kreuz den Tod eines Verbrechers.. Und mit ihm starb Gottes Zorn. Der Vorhang zum Allerheiligsten, das davor nur einmal im Jahr, am Versöhnungstag, vom höchsten Priester betreten werden durfte, zerriss (Matthäus 27,51, Lukas 23,45) und der Weg in den Himmel war für jeden frei, der an ihn glaubt. Denn Jesus hat alle unsere Sünden auf sich genommen und war das letzte Opfer. Wer ihm nachfolgt ist von seiner Schuld erlöst. Von der Vergangenen, der Gegenwärtigen und der Zukünftigen. Dafür hat er einen Schuldschein hinterlegt und am Tag des Gerichtes wird er ihn vorlegen und unser Anwalt sein.

An Karfreitag gedenken die Christen aller Konfessionen seines Opfers. Es ist der höchste Feiertag des Christentums. Denn er gibt uns Hoffnung und Vergebung. Und Vergebung, sich selbst und auch anderen, ist eines der heilsamsten Dinge der Welt.

Nun möchte ich aber noch kurz ein Wort zu dem vorletzten Absatz sagen: Der Pfandschein erlöst uns von unseren Sünden. Aber er ist kein Freibrief, nun Sünden zu begehen. Wer Jesus nachfolgt wird versuchen, keine Sünden zu begehen. Aber es wird ihm nicht gelingen. Denn wir sind alle Menschen und Menschen sind sündige Wesen. Niemand ist ohne Sünde. Und jede Sünde hat Folgen, für uns und unsere Mitmenschen. Gott vergibt sie. Aber er nimmt uns die Konsequenzen nicht ab. geschrieben am 02.04.2021 von Beaslie99

Schlagwörter

karfreitag, jesus, kreuzigung, vergebung, hoffnung

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