May
30

Spuckel und die Haustiere, au weia ...


Tja, meine Geschichte mit Haustieren ist eine irgendwie nicht glücklich verlaufene.

Als Kind wünschte ich mir sehnlichst einen Hund (der Wunsch ist bis heute geblieben), aber meine Mutter wollte partout kein Haustier haben, weil sie fürchtete, die ganze Arbeit bliebe an ihr hängen. Da half kein inständiges Flehen und Beteuern, meine Mutter blieb standhaft - und schon bekam meine Schwester zu Weihnachten eine Katze!
Da war ich zehn Jahre alt, und ich habe diese Katze aus ganzem Herzen gehasst, weil ich es einfach so ungerecht fand.

Ich durfte mir dafür später ein Aquarium zulegen und bin auch mit Begeisterung in das Thema eingestiegen. Sich endlos vermehrende Guppys, Schwertträger, Black Mollys und Welse - was man eben als Kind so handeln kann.
Leider hatte ich in einer Nacht schlecht geträumt und offenbar schwungvoll während des Schlafens mit dem Fuß gegen das Schränkchen getreten, auf dem das Aquarium stand.
Effekt: 60l Wasser auf dem Boden, darin zappelnde Fische, die dann in den folgenden Tagen an Freunde mit Aquarien verteilt werden mussten. :-(

Dann kam eine Episode mit weißen Mäusen, die sich aber offenbar derart spinnefeind waren, dass sie sich gegenseitig massakrierten.
Meine beiden Meerschweinchen wurden beim Grasen im Garten vom Nachbarshund zerfetzt.
Kurz: Tierhaltung war für mich ein Trauerspiel!

Später, als ich schon alleine wohnte, hatte ich dann Degus, die ich total liebte.
Sie sind das ideale Hautier, wenn man denn Käfigtiere mag: Sehr zutraulich, tagaktiv und fast geruchslos. Kein Vergleich zu den Hamstern, die immer wieder an Kinder verschenkt werden und furchtbar leiden müssen.
Mit ihnen ging alles gut, ich hatte eine tolle, riesige Voliere für sie umgebaut, und es war Vergnügen pur. Nur leider war ich einmal in Urlaub, und die tierpflegende Freundin hatte eines Tages die Voliere nicht richtig zugemacht. Und schwupps, waren alle 8 Degus auf und davon. Ob sie noch immer im Osnabrücker Schlossgarten ihr Unwesen treiben, ist mir nicht bekannt, ich habe nie wieder auch nur einen Hauch von ihnen gesehen. :-(

Fazit: Käfigtiere und ich sind offenbar nicht füreinander geschaffen.
Diese Erkenntnis kam parallel zu einem wachsenden Bewusstsein für Umwelt und Tierwohl, und heute würde ich unter keinen Umständen mehr Tiere in einem Käfig halten, nur weil sie dann so "süüß" sind. Nein, dem Wohl des Tieres wird man damit niemals gerecht, und niemand mit einem Gewissen kann das wirklich verantworten.

Was ist geblieben? Die Liebe zu Hunden ist ungebrochen.
Ich bin mir absolut sicher, dass ich dereinst einen Hund bei mir wohnen haben werde. Ich mag kurzhaarige Hunde am liebsten, ein grauer Beagle wäre meine erste Wahl. :)
Bevor es dazu kommt, muss sich aber in meinem Leben noch einiges ändern:
Ich könnte es nie guten Gewissens verantworten, den Hund stundenlang allein zu lassen. Und solange ich noch arbeitsbedingt jeden Tag unterwegs sein muss, kommt ein Hund eben nicht in Frage. Kein Hund würde dabei glücklich, und solange es noch nicht anders geht, muss dieser große Wunsch noch warten.

Denn es geht nicht nur darum, was ich mir wünsche, sondern was dem Tier gut tut! geschrieben am 30.05.2018 von Spuckel

Schlagwörter

spuckel, tiere, hund, verantwortung

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Kommentare von anderen Usern

Avatar Spuckel schrieb am 01.07.2018 folgenden Kommentar:
Danke, das ist eine gute Idee! Hab mich darauhin inzwischen schlau gemacht, aber das Tierheim hier ist leider recht abgelegen und eigentlich nur per Auto erreichbar, für mich mit Öffis wäre es ein Riesen-Aufwand.
Ab August hab ich nen neuen Job, dann ist der nächste Schritt eine neue Wohnung - und da werde ich darauf achten, dass Hunde erlaubt sind und die Umgegend dafür geeignet ist.
:)

Avatar Tom-Cat schrieb am 08.06.2018 folgenden Kommentar:
Schau mal ob du dich in deiner Freizeit als Dogsitter betätigen kannst.