Feb
03

Miteinander - Füreinander


Nach der heutigen Diskussion habe ich lange überlegt, ob ich was schreibe, oder nicht. Ich habe mich entschieden, doch etwas zu schreiben, auch wenn ich weiß, das ich mit meiner Meinung jetzt einen Shitstorm auslösen werde.

Worum ging es? Es ging darum, das ein User geschrieben hatte, das er Burger liebt. An und für sich nichts schlimmes, außer es ist jemand online, der kein Fleisch mag. Also kam, wie zu erwarten, ein gegenteiliger Kommentar. Eigentlich auch nichts besonders, wenn dieser, meiner Meinung nach, nicht so abfällig gewesen wäre. So hieß es da, nur weil man Burger liebt, von jemanden, der kein Fleisch mag, das dies alles nur "Ekliches amerikanisches Gummiweckle und eklige Rindfleischrunde" sei.
Mein Kommentar dazu war halt, "aber ich mag es nicht, wenn man sich abfällig über das fleisch äußert, was immerhin knapp 80 prozent aller menschen essen" und das "ich sag ja auch nicht, das salat nur hühnerverkacktes grünzeug ist".
Es ist mir persönlich egal, wenn sich Leute vegan oder vegetarisch ernähren, mach ich auch in regelmäßigen Abständen und tut mir auch gut, aber ich liebe auch Fleisch. Aber ich werfe es im Regelfall niemanden vor, der kein Fleisch mag, bis auf die oben gemachte Bemerkung. Nur bin ich der Meinung, das man sich nicht über die Gewohnheiten anderer abfällig äußern sollte, um sich dann darüber aufzuregen, wenn man einen gleichlautenden Kommentar über seine eigenen Vorlieben bekommt. Wenn man etwas nicht mag, dann reicht es doch, wenn man das so sagt, dann muss man nicht dazu schreiben, das etwas "eckliges amerikanisches Zeug" sei, vorallem nicht, wenn das gerade in Bezug auf Burger mir amerikanischen Zeug gar nichts mehr zu tun hat, schreiben. Ein einfaches "ich mag es nicht" hätte völlig gereicht.
Sich dann aber noch darüber aufzuregen, wenn ein, sicherlich von mir dummer Kommentar zu "das salat nur hühnerverkacktes grünzeug ist", zeugt von einem, für mich nicht verständlichen Eigensinn.

Da muss man sich leider Gottes echt nicht wundern, wenn auch in der Chatbox immer weniger los ist, wenn die Vorlieben des einzelnen durch die Vorlieben anderer einfach so schlecht gemacht werden. Dies sorgt meines Erachtens nicht dafür, das sich mehr Leute in der Shaoutbox aufhalten, wenn ihre Vorlieben abfällig behandelt werden.

Sicherlich bin ich hier mit meiner Meinung auf einsamer Flur, wen wunderdts, aber egal, es ist meine Meinung. Konsequenz aus der Diskussion ist für mich, das ich mich in Zukunft weit möglich aus der Shoutbox heraushalten werde, auch wenn ich, wie einigen bekannt, eigentlich ein Urgestein hier bin, nur bin ich es leid. geschrieben am 03.02.2021 von sp72

Schlagwörter

miteinander - füreinander - nette diskussionen im chat

Lesenswert Empfehlungen 7

Avatar Avatar Avatar Avatar Avatar Avatar Avatar


143 Besucher



Kommentare von anderen Usern

Avatar howibib schrieb am 07.02.2021 folgenden Kommentar:
Ich les hier nur Mimimi... Man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und ein riesen Fass aufmachen. Es sei denn, man lechzt nach Aufmerksamkeit. Mission accomplished, würde ich meinen.

Avatar Beaslie99 schrieb am 03.02.2021 folgenden Kommentar:
Eigentlich wollte ich das hier, wie von Sp gewünscht, ignorieren. Aber da es nun in den Blog getragen wurde, möchte ich doch mal etwas dazu sagen.

Ja, ich habe das Wort eklig in Verbindung mit Hackfleisch gebracht und das war nicht unbedingt richtig. Ich rege mich aber in keinster Weise drüber auf, wenn jemand über meinen Grünzeig-Konsum lästert oder dazu etwas abwertendes sagt.

Weswegen ich mich aufgeregt habe war, daß er mir vorgeworfen hat, ich würde die Vorlieben anderer mit dem Wort "eklig" abwerten, aber im selben Atemzug das Wort "verkackt" benutzt hat. Und zwischen den beiden Worten besteht in meinen Augen ein erheblicher Unterschied

Und mehr werde ich zu diesem Thema nicht mehr sagen.

Avatar 19matt57 schrieb am 03.02.2021 folgenden Kommentar:
Shitstorm hin, dickes Fell her: Ich esse auch mal gern einen Burger. Da gehört auch immer viel Gemüse dazu. - Die Shoutbox ist aus meiner Sicht für Grundsatzdiskussionen nicht erfunden worden, sie ist und bleibt für mich ein "Unterhaltungsmedium". Im persönlichen Gespräch würde manche Formulierung bestimmt nicht so hart ausfallen. Es ist hilfreich, sich den Gesprächspartner auch und gerade bei Äußerungen in der Shoutbox vorzustellen und die Netiquette zu beachten. Dann sollten wir alle miteinander auskommen. In allen anderen Fällen hilft nur ggv: gelesen, gelacht, vergessen.
Eh ichs vergesse: Gesprächspartner ist geschlechtsneutral gemeint. :lol

Avatar Masmiie schrieb am 03.02.2021 folgenden Kommentar:
Alleine stehst du mit dieser Meinung ganz sicher nicht da. Es macht sich leider immer mehr breit, nicht nur im Netz, dass viele Menschen glauben, als einzige recht zu haben und das den anderen auch gründlich klar zu machen. Im Netz fällt es nur leichter, weil man da das Gefühl haben kann, als einziger in der Diskussion überhaupt ein lebender und fühlender Mensch zu sein. Die anderen sind ja nur Avatare, die eh nichts merken und die von nichts eine Ahnung - stelle ich mir zumindest vor, wenn ich lese, wie manche Menschen die anderen User behandeln.
Wenn man die Leute dann für ihr Verhalten tadelt oder ihnen mit gleicher Münze heimzahlt, reagieren sie dann oft mit einem Hinweis auf die Meinungsfreiheit. Das bedeutet aber nur, dass man seine eigene Meinung haben darf und sie auch aussprechen. Es bedeutet nicht, anderen diese Meinung aufzwingen zu müssen oder Andersdenkende beleidigen zu dürfen. Und vor allem bedeutet es, dass auch der andere seine Meinung haben darf.
Ich begegne dem auch oft. Und allmählich lege ich mir ein dickeres Fell zu. Wenn meine Schatten es erlauben, stelle ich mich da auch auf den Standpunkt, dass ich den Leuten ganz bestimmt nicht das Feld überlassen werde. Es hilft keinem Chat, wenn die netten Leuten gehen.
Sowohl du als auch ich haben schon mehrmals beschlossen, uns aus dem Chat zurückzuziehen. Und sowohl du als auch ich haben dann auch schon mal den anderen gebeten, zu bleiben, weil es unsinnig ist, wenn nicht der Stgreithansel geht sondern der schuldlos Angegriffene - oder wie in deinem Fall der zu Recht Verteidigende. (Was glaubst du, eigentlich, was ich alles geschrieben hätte, hätte ich das mitbekommen!). Auch wenn wir uns schon mehrmals in den Haaren hatten, ich jedenfalls möchte dich gerne weiter im Chat lesen. Und ganz sicher bin ich nicht die einzige.

Avatar ladaci schrieb am 03.02.2021 folgenden Kommentar:
Ich hatte das im Chat nachgelesen. Es ist leider generell so, dass es in weiten Teilen der Gesellschaft keine facettenreiche Meinung mehr zu geben scheint. Wenn etwas nicht schwarz ist, dann muss es eben weiß sein. Hell- und dunkelgrau (also irgendwas zwischen schwarz und weiß) macht Mühe bei der Meinungsbildung, die sich die Masse der Konsumenten von schlechten Medien nicht geben will. <br>
Durch den regelmäßigen Kontakt zu Schwarzweißdenkern gewöhnt man sich selbst schnell daran, dass der andere mit seiner Meinung direkt radikal ist, was vielleicht nicht in jedem Fall so ist. <br>
Ich kenne sowohl dich als auch deinen Gesprächspartner ich würde sagen den Umständen entsprechend gut und weiß, dass ihr beide sehr wohl kompromissbereit seid. Ihr habt euch mit Sicherheit zur falschen Zeit auf dem falschen Fuß erwischt.<br>
Vorschlag: Lassen wir etwas Wildkräuter über die Sache wachsen, die sich der eine in den Salat mischen und der andere über sein Schopfsteak streuen kann.