Dec
13

Corona und die "Folgen"


Die gesamte Bundesrepublik verharrt in „Schockstarre“ und Lethargie. Was ist eigentlich passiert? – Ein ansteckendes Virus mit der Bezeichnung SARS-CoV19 breitet sich in immer neuen Varianten aus, verursacht schwere und auch tödliche Krankheitsverläufe und bringt dadurch das bisherige gesellschaftliche Leben in bisher ungekanntem Ausmaß durcheinander.

Alle Anstrengungen von Politik und Öffentlichkeit, die Pandemie durch Kontakteinschränkungen und Impfungen „in den Griff“ zu bekommen, scheinen wirkungslos zu sein. Es geht nur noch von einem Lockdown in den nächsten, merkwürdigerweise immer über Feiertage wie Weihnachten oder Ostern. Durch die vielen auftretenden Mutationen, die bei Viren völlig normal sind, erkranken auch „Geimpfte“ und „Genesene“ immer wieder, einen vollständigen Schutz gibt es nicht. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man selbst zu jeder Zeit Virus-Überträger sein kann, egal ob ungeimpft, geimpft oder genesen. Man ist nie gegen eine Ansteckung gefeit. Vielleicht ist nach überstandener Infektion oder nach einer Impfung der Krankheitsverlauf „milder“, aber auch dafür gibt es keine Garantie.

Die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie treffen mittlerweile wieder die gesamte Bevölkerung, unabhängig vom Impf- bzw. Genesenenstatus. Kein Wunder, dass der Widerstand gegen die „Repressalien“ stetig zunimmt. Aber welche Alternativen gibt es?

Das Gesundheitssystem sollte schnellstmöglich so reformiert werden, dass es von Kosteneffektivität und Wirtschaftlichkeitskennziffern befreit wird. Bei der Feuerwehr fragt auch niemand nach Effektivität, sie ist eine Einrichtung, die man sich leistet. Dann kann den Menschen auch die Freiheit gegeben werden, selbst zu entscheiden, welches tägliche Risiko man eingehen möchte oder nicht. Diese Entscheidung muss ich ohnehin täglich selbst fällen: auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen oder selbst beim Spazierengehen kann mir immer etwas zustoßen. Das Infektionsrisiko ist nur ein weiterer Gesichtspunkt, den wir alle wissentlich oder unwissentlich viel zu sehr verdrängen. Wenn jeder für sich auch in Sachen Gesundheit wieder die völlige Verantwortung übernimmt, lässt sich das alljährliche „Schaukeln“ zwischen Öffnung und Lockdown hoffentlich vermeiden.

Die Corona-Pandemie hat uns weiterhin und ganz nebenbei sehr deutlich gezeigt, an welchen Stellen Deutschland immer noch ein „Entwicklungsland“ ist. Dies betrifft die digitale Infrastruktur, die Behördenvernetzung und nicht zuletzt den Verkehr mit allen seinen Verkehrsträgern. Hier besteht ein immenser Innovations- und Investitionsbedarf. Es muss dabei in jedem Fall gewährleistet sein, dass alle Menschen einen sicheren und nutzerorientierten Zugang zu diesen Systemen haben müssen.

Gehen wir also verantwortungsvoll die nächsten Schritte, ideenreich und nach vorn blickend. Die Politik kann und muss dafür die Rahmenbedingungen und so auch die Entwicklungsrichtung vorgeben, ohne dass gleich Strafen verhängt werden müssen. Deutschland ist ein starkes Land mit unglaublich vielen Ressourcen. Fangen wir einfach an, diese zu nutzen. geschrieben am 13.12.2021 von 19matt57

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corona

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Kommentare von anderen Usern

Avatar Lavalampe schrieb am 20.12.2021 folgenden Kommentar:
Ich finde den bBlogbeitrag schön neutral formuliert.
Leider kochen auf beiden Seiten Pro und Contra die Gemüter über.
Ich würde mir wünschen wenn sich an Grundgesetze gehalten wird und vor allem Dingen das Befürworter und Gegner der Impfung sich normal und sachlich austauschen und diskutieren.
Der ganze Hass und Hetze von beiden Richtungen find ich immer schlimm zu lesen in den Nachrichten weil das bringt keinen weiter.

Avatar FaultierDE schrieb am 20.12.2021 folgenden Kommentar:
was willste denn mit ner anti corona petition? das is das gleiche wie anti corona demo. den virus juckt das 0! der mensch ist in der schnell lebigen zeit verdammt ungeduldig, was? hilft aber nix. wie du schon sagst. selber kümmern und schützen. als die sanis die frau bei meinen ellis mit corona aus der bude gezerrt haben, haben die durchs ganze haus gebrüllt das keiner raus kommen soll. überleg mal warum. da gibts dann eben auch nix. von wegen mal müll raus. entweder hast verbündete. was ich aber auch nich machen würde. weil du hast die tüte in der hand. der andere nimmt sie. bäm. angesteckt. balkon soll helfen. wenn man hat. es hilft nix. selber schützen im herbst und im winter. und im frühjahr und im sommer, wenns dem virus zu warm wird aus toben. sagte ich aber schon. woanders sind die menschen dem ganzen mist schutzlos ausgeliefert. das find ich viel schlimmer.und wir jammern weil wir mal den müll nicht raus bringen können, oder an briefkasten. oder weiß der geier was. ach ja friseur noch und tattoo. schlapp lach.

ich müßte mal wieder zur hüft op. geht auch nicht. weil eh schon viele in der warteschleife hängen. inzwischen hab ich schon wieder schmerzen. ab und an. aber was hilft das jammern und das jaulen. das machts nicht besser. wie singt unantastbar? hinfallen, aufstehen, weiter machen!

Avatar 19matt57 schrieb am 17.12.2021 folgenden Kommentar:
Ich habe in der "Sächsischen Zeitung" am 17.12.2021 den folgenden Artikel gefunden:

https://www.saechsische.de/coronavirus/wachsende-omikron-sorgen-impfen-allein-reicht-nicht-5587390.html

Ich hatte es irgendwie geahnt und auch befürchtet: Es gibt kein Mittel, dass eine Infektion mit den Covid-19-Viren wirksam verhindert. Sie gehören zur Gruppe der Corona-Viren, die unter anderem auch "Erkältungen" auslösen und für hohe Mutationsraten bekannt sind. Aus meiner Sicht erscheint die Entwicklung eines Impfstoffes gegen Covid-19 mittlerweile genauso aussichtslos wie die Entwicklung eines Impfstoffes gegen "Erkältungen". Wir werden mit dem Virus leben müssen. Die Hoffnung, eine "Herdenimmunität" zu erreichen, könnte sich als unrealistisch herausstellen.

Haben die "Impfgegner" nun recht? Meine Meinung: Wahrscheinlich vielleicht. Es liegt an unserem Verhalten - Maske tragen, Abstand halten, Handschlag meiden - die Verbreitung aufzuhalten.

Bei "Erkältungssymptomen" wird über einen Schnelltest sofort klar, ob es eine Corona-Infektion ist. Ein positver Test muss durch den PCR-Test bestätigt werden. Sollte der "Erkrankte" dann in Quarantäne? Eine richtige "Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung" ist wohl eher angebracht. Sie lässt dem Erkrankten immerhin die Möglichkeit, unter Wahrung des Abstandsgebotes und der Kontaktvermeidung die Wohnung zu verlassen und beispielsweise Haushaltsabfälle zu entsorgen oder einen Brief zum nächsten Briefkasten zu bringen.

Ich bin sowohl geimpft als auch, dank Impfdurchbruch, genesen. Vielleicht lasse ich mich im Frühjahr "boostern", um eine lange geplante Reise antreten zu können. Sollte ich mich gegen weitere Impfungen entscheiden, dann muss ich mit den Konsequenzen, die sich aus den "gesellschaftlich akzeptierten Regeln" ergeben, leben.

Konsequenzen aus "Regelverstößen" begleiten uns überall und täglich. Wenn die bestehenden Regeln "lebensfremd" sind, besteht die Möglichkeit, über eine Petition eine Änderung zu erreichen. Davon machen wir in Deutschland viel zu wenig Gebrauch.

Meine Schlußfolgerung: Es liegt an mir selbst, wie ich durch die "Krise" komme. Wenn ich "Verbündete" finde, wird es für alle leichter. Eine "Anti-Corona-Petition", der ich mich anschließen kann, gibt es vielleicht schon. Wenn nicht, wäre es an der Zeit, eine solche zu starten.

Avatar Beaslie99 schrieb am 13.12.2021 folgenden Kommentar:
Ich markiere diesen Beitrag nun einfach mal, weil ich ihn durchaus lesenwert finde und einige Deiner Gedanken sogar richtig gut finde. Aber wenn ich "Verantwortung für sich selbst" sprich "Eigenverantwortung" hören, sträuben sich bei mir inziwchen alle Nackenhaare.

Mehr werde ich zu diesem Thema auch nicht mehr sagen, weil ich mich vor einigen Tagen entschlossen habe, mich nicht mehr an politischen, coronabedingen, wirtschaftlichen oder ähnlichen Diskussionen beteiligen werde.